2024 santésuisse


Im Interesse der Versicherten und der Mitglieder hat sich der Verband santésuisse auch 2024 für ein freiheitliches, bezahlbares und qualitativ hochstehendes Gesundheitssystem eingesetzt.


santésuisse hat im Jahr 2024 mit Stellungnahmen, Empfehlungen, Medienmitteilungen, Medienkonferenzen und Exklusivartikeln Öffentlichkeit, Medien und Politik über branchenrelevante Entwicklungen und Entscheide in der schweizerischen Gesundheitspolitik informiert. Eine Auswertung des Medienspiegels Medviu zeigt: Keine andere Organisation des Gesundheitswesens war im Berichtsjahr häufiger in den Medien präsent als santésuisse.

Durchbruch beim ambulanten Arzttarif und bei EFAS
Ein zentrales Thema in der medialen Arbeit bildete die Begleitung der Einführung des neuen ambulanten Arzttarifs. Mitte Juni hat der Bundesrat dazu einen Grundsatzentscheid gefällt und ein Paket von ambulanten Pauschalen sowie den Einzelleistungstarif TARDOC unter Auflagen genehmigt. Der künftige ambulante Tarif soll auf Anfang 2026 eingeführt werden.

Am 24. November 2024 hat das Stimmvolk der vom Bundesparlament während 14 Jahren behandelten KVG-Revision zur einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) mit 53,3 Prozent zugestimmt. Im Grundsatz zählte santésuisse stets zu den Befürwortern von EFAS – auch wenn durch den Einbezug der Langzeitpflege Mehrkosten zulasten der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler drohen.

Erneuter Prämienschub: santésuisse forderte Massnahmen
Die Ankündigung einer durchschnittlichen Erhöhung der Prämien 2025 von sechs Prozent löste ein breites und kritisches Echo aus. santésuisse nannte in einem Communiqué die wichtigsten Kostenfaktoren und forderte Massnahmen bei den hohen Medikamenten- und Laborpreisen, im Bereich der Versorgung und Qualität, beim ausufernden Leistungskatalog und der wachsenden Bürokratie.

Branchenvereinbarung wird allgemeingültig erklärt
Der Bundesrat hat kurz vor der Prämienkommunikation die Branchenvereinbarung über die Vermittler in der Krankenversicherung für allgemeinverbindlich erklärt. Mit der Vereinbarung werden unseriöse Vermittler zurückgedrängt und die willkommene, professionelle Beratung wird gestärkt.

Forum Santé zur digitalen Revolution
Gemeinsam mit der Westschweizer Zeitung Le Temps hat santésuisse in Lausanne das Forum Santé durchgeführt. Der Anlass behandelte diverse Fragen im Zusammenhang mit der digitalen Revolution im Gesundheitswesen. Themen wie der Zugang der Patienten zum Gesundheitswesen und Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung digitaler Lösungen wurden von namhaften Expertinnen und Experten behandelt.

Auslandpreisvergleich Medikamente
Wie in den Vorjahren führte santésuisse erneut eine Medienkonferenz zum gemeinsam mit interpharma erstellten Auslandpreisvergleich Medikamente durch.

Ausbau des digitalen Angebots
Die Sichtbarkeit in den sozialen Medien wurde gezielt ausgebaut mit regelmässigen Beiträgen auf den Kanälen Twitter/X und LinkedIn. Dazu gehörten vermehrt auch Videos und Slides. Seit November 2024 ist das Branchenmagazin «infosantésuisse» auch digital erhältlich – auf www.infosantesuisse.ch. Damit erfüllt santésuisse ein wichtiges Bedürfnis der Leserschaft und sorgt dafür, dass die Reichweite bei der Kommunikation wichtiger Themen weiter gesteigert werden kann.

Breites Bildungsangebot
santésuisse ist die Trägerin der Branche Kranken- und Sozialversicherungen gemäss der neuen Bildungsverordnung und der Berufsprüfung zum Fachausweis Krankenversicherungsfachperson. Seit der Einführung der neuen Grundbildung nimmt die Zahl der KV-Lernenden ständig zu. Ende 2024 wurden bereits rund 530 junge Frauen und Männer unterrichtet. Das Ausbildungsangebot von santésuisse umfasst weiter die Höhere Berufsbildung sowie eine breite Palette an Basis- und Spezialkursen. Mehr als 150 Referentinnen und Referenten sowie Prüfungsexpertinnen und -experten stehen dafür im Einsatz.

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530

Lernende besuchen die kaufmännische Grundbildung für Kranken- und Sozialversicherer

140

Stellungnahmen, Empfehlungen und Medienmitteilungen hat santésuisse publiziert

350 000

Mal wurden die Seiten von santésuisse auf Twitter/X sowie auf LinkedIn angezeigt (alle Sprachen)

>150

Referentinnen und Referenten sowie Prüfungsexpertinnen und -experten engagieren sich für die santésuisse-Bildungsangebote